KUNST&KULTUR
KRIEG GEHT VIRAL
Visuelle Kultur und Kunst im Ukraine-Krieg
Bildervortrag von Dr. Elena Korowin; Do., 8. Mai, 19:00 Uhr
Krieg im digitalen Zeitalter:
Wie Bilder unsere Wahrnehmung des Ukraine-Krieges prägen.
Wie verändert sich unsere Wahrnehmung von Krieg in Zeiten digitaler Medien? Welche Rolle spielen Kunst und visuelle Kultur in der Berichterstattung und Verarbeitung des Ukraine-Krieges seit2022?
In ihrem Buch „Krieg geht viral“ (transcript Verlag, 2023) untersuchte Elena Korowin die Dynamiken moderner Kriegsbilderund ihre Verbreitung in sozialen Netzwerken, Kunst und Propaganda seit der großflächigen Invasion Russlands in der Ukraine und zog eine Bilanz der ersten Kriegsmonate. In ihrem Vortrag wird sie über die zentralen Erkenntnisse aus dem Buch sprechen – mit einem besonderen Fokus auf die aktuellen visuellen Ausdrucksformen des Ukraine-Krieges.
Anhand von Beispielen aus Kunst, Medien und Popkultur wird gezeigt, wie Bilder nicht nur dokumentieren, sondern auch Meinungen formen, Identitäten prägen und politische
Narrative beeinflussen können.
Elena Korowin ist Forscherin, Kuratorin und Publizistin für zeitgenössische Kunst und visuelle Kultur. Ihr Forschungsgebiet umfasst feministische und dissidente Ansätze zu Umwelt- und politischen Themen seit den Anfängen der Avantgarde-Bewegungen im 20. Jahrhundert. Weitere Interessen sind Koexistenz und Transfers in der zeitgenössischen Kultur. Sie lehrt an der Kunsthochschule in Braunschweig und am Zentrum für Transkulturelle Studien in Heidelberg. Für ihre Dissertation über sowjetische Kunstausstellungen als Mittel der Kultur und Kulturdiplomatie in der Ära des Kalten Krieges wurde sie 2016 mit dem ifa Forschungspreis für Auswärtige Kulturpolitik ausgezeichnet.